Die Bonitätsprüfung

bei Hypotheken & Krediten

Wozu dient die Bonitätsprüfung? Welche Informationen werden dafür benötigt? Welchen Einfluss hat die Bonität auf meinen Kredit / auf meine Hypothek?

Diese und noch weitere Fragen zum Thema Bonitätsprüfung beantworten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Reto Seematter

Reto Seematter

Finanzberater

Was ist die Bonitätsprüfung?

Dafür müssen wir zuerst die Frage beantworten, was der Begriff „Bonität“ überhaupt bedeutet. Das Wort Bonität bezeichnet die Kreditfähigkeit sowie Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers.

Bei der Bonitätsprüfung stuft ein Finanzinstitut ein, wie gut oder auch schlecht Ihre Bonität ist. Dies ist wichtig, damit die Bank einschätzen kann, ob Sie überhaupt in der Lage sind, einen Kredit / Ihre Hypothek zu begleichen und wie wahrscheinlich es ist, dass Sie Ihren Kredit / Ihre Hypothek auch rechtzeitig begleichen können.

Die Bank bewertet Ihre Bonität mit Noten bzw. einem Bonitäts-Score. Je besser Ihr Score ist, desto wahrscheinlicher ist eine Kreditzusage und desto besser sind meist auch Ihre Konditionen.

Die Bonitätsprüfung kann nicht nur über das Finanzinstitut, sondern auch über sogenannte Ratingagenturen erfolgen.

Informationen für die Bonitätsprüfung

Um Ihre Bonität überprüfen zu können, müssen unterschiedliche personenbezogene Informationen erhoben werden. Welche Kriterien welche Gewichtung bekommen, kann jedes Finanzinstitut für sich selbst entscheiden. Anschliessend wird Ihre Bonität mit einer Note bzw. einem Bonitäts-Score angegeben.

Folgende Angaben spielen bei der Bonitätsprüfung meist eine wichtige Rolle:

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Bei Hypotheken für natürliche Personen
  • Einkommen (z.B. Gehalt, Nebeneinnahmen)
  • Schuldensituation (z.B. bestehende Kredite oder Hypotheken)
  • Vermögenssituation (z.B. Immobilien, Grundstücke, Wertpapiere)
  • Angaben zu bisherigen Krediten und Hypotheken (z.B. Probleme bei der Rückzahlung vorheriger Hypotheken)
  • Derzeitige Ausgaben (z.B. Lebenskosten, Versicherungen, Fahrzeuge)
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Bei Hypotheken für Unternehmen
  • Rechtsform (Einzelfirma, AG, GmbH)
  • Gewinne oder Verluste
  • Vermögens- und Schuldensituation
  • Quote des Eigenkapitals
  • Qualität des Managements
  • Unternehmensplanung

Woher kommen die Informationen für die Bonitätsprüfung?

Die Informationen zur Bonitätsprüfung können sich Finanzinstitute von Wirtschaftsauskunfteien beziehen. Dies sind Unternehmen, welche wirtschaftsrelevante Informationen von Kreditnehmern an Finanzinstitute weitergeben. In der Schweiz sind vor allem Crif AG und Intrum bekannt.

Bei Konsumkrediten erhalten Finanzinstitute ihre Informationen von der IKO (Informationsstelle für Konsumkredite). Dort werden Informationen zu Privatkrediten, Leasingverträgen und teils auch zu Kredit- bzw. Kundenkarten gesammelt.

risiken

Auswirkungen Ihres Bonitäts-Scores

Ihr Bonitäts-Score, welcher sich aus der Bonitätsprüfung ergibt, hat direkten Einfluss auf die Kreditentscheidung der Bank und Ihre Konditionen. Wird Ihr Bonitäts-Score schlecht eingestuft, erhalten Sie unter Umständen eine Kreditabsage oder die Zusage in Verbindung mit dem Abschluss einer Restschuldversicherung oder schlechten Konditionen.

Zudem beeinflusst der Bonitäts-Score Ihre Kreditkonditionen. Beispielsweise steigt der Zinsaufschalg der Bank bei schlechter und sinkt bei guter Bonität.

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